MECO - Modelleisenbahnclub Oldenburg
Wir sind ein Modelleisenbahnclub in Oldenburg (Oldb). Eine Freizeitgruppe des Bahn-Sozialwerkes (BSW).
Im Jahr 1971 haben die Mitglieder des Modelleisenbahnclubs Oldenburg, kurz MECO genannt, damit begonnen in den Kellerräumen der Güterabfertigung, ein ehemaliger Fahrrad-Abstellraum, eine vielbeachtete Modellbahnanlage zu erstellen.
An den Adventssonntagen werden seit den Gründertagen regelmäßig Vorführungen der Modellbahnanlage für interessierte Modellbahnfreunde aus Oldenburg und Umgebung durchgeführt. In den letzten Jahren wurden umfangreiche Umbauten geplant und deren Realisierung teilweise auch begonnen. Die neugebauten Strecken und Abstellbahnhöfe wurden mit einem PC und der entsprechenden Software (für Insider: Gahler und Ringstmeyer) gesteuert und überwacht.
Infolge baurechtlicher Vorschriften war es uns nicht mehr möglich die Anlage in den Kellerräumen weiter zu betreiben. eine zu geringe Deckenhöhe und fehlende Fluchtwege waren nur zwei Gründe. Im Fall diese wunderschönen aber stationären Anlage hieß es also Abbruch. Eben ein Rückbau, denn eine Modelleisenbahnanlage dieser Größe lässt sich, auch in Einzelteilen, nicht abbauen und an einem anderen Ort wieder aufbauen.
Aber wo viel Schatten ist, da ist auch ein Licht am anderen Ende des Tunnels. In diesem Fall sogar in des Wortes primärer Bedeutung viel Licht. Denn die Stiftung Bahn-Sozialwerk stellte uns ein neues Domizil zur Verfügung. Dieses lag im Dachgeschoss eines ehemaligen Sozialgebäudes im Bereich des Oldenburger Bahn-Betriebswerkes. Und was für ein Domizil! Hier haben sich früher die Lokbesatzungen auf ihren Dienst vorbereitet. Es waren noch Spinde, Handtücher und andere Utensilien vorhanden, also Eisenbahnerleben und Eisenbahnatmosphäre pur. Heute wird unser Domizil die Villa am Löschteich genannt.
Bevor wir jedoch mit dem Bau einer neuen Anlage beginnen konnten, mussten zunächst noch einige Umbau- und Renovierungsarbeiten an den Räumlichkeiten durchgeführt werden, die wie nicht selten, bei handwerklichen Arbeiten etwas länger dauerten. Unsere Ungeduld wuchs. Dies war angesichts der vor uns liegenden neuen Herausforderungen sicherlich gut zu verstehen. Wir nutzten jedoch die Zeit um das Rollmaterial, Gebäude, Signale, Oberleitungen, Bäume, halt alles was irgendwie zu retten war, in Kartons zu verstauen. Die gesamte Landschaft inklusive der eingeschotterten Gleise und Weichen, darunter viele Selbstbauweichen, sowie der Unterbau waren jedoch verloren.
Der Schmerz über diese Verluste hielt sich dann doch in Grenzen, denn uns stand ein neu "Aufstieg" bevor. Vom Keller ins Dachgeschoß. Die neuen Räume wurden wirklich ausgesprochen schön. Sanitärräume, Veranstaltungsraum inkl. einer kleinen Teeküche alles war vorhanden. So macht ein Modellbahn noch mehr Spaß.
In der Weihnachtszeit haben wir, obwohl noch keine fahrbereite Anlage zur Verfügung stand, zur Wahrung der langen Tradition, an den vier Adventssonntagen interessierte eingeladen, sich über unsere Zukunftspläne zu informieren. Damit neben den rein theoretischen Zukunftsbetrachtungen der praktische Eisenbahnspaß nicht zu kurz kam, haben wir, dank der freundlichen Unterstützung eines unserer Modellbahnfreunde, eine Oe-Modulanlage ausgestellt. Auch auf des bisher schon erfolgreiche Vorführen von Eisenbahnfilmen wurde nicht verzichtet.
An den vier Adventssonntagen 1999 konnte wieder eine fahrtüchtige Anlage auf der Ebene der zukünftigen Schattenbahnhöfe dem Publikum vorgeführt werden. Unter dem Motto "In alter Tradition aber in neuen Räumen" lud die Modellbahngruppe alle Interessierten wieder herzlich ein. Auch die neue Anlage wird mit einem PC und dem System MPC von Gahler und Ringstmeyer gesteuert. Ein vorbildgerechter Blockbetrieb ist damit möglich, ohne das die Triebfahrzeuge mit Decodern ausgerüstete werden müssen. Dies gewährleistet einen freizügigen Einsatz von clubeigenen und privaten Fahrzeugen. Die dazu erforderlichen elektronischen Bauteile und Die Gleisbild-Stellpulte werden von den Clubmitgliedern selbst erstellt.
In der Adventszeit 2000 konnten neben der Schattenbahnhöfen auch bereits die ersten Strecken gezeigt werden. In einem Presseartikel vom 29.11.2000 wurde unter der Überschrift "Herren über 100 Weichen" unsere Anlage mit ihren spezifischen Daten einem größeren Publikum vorgestellt. Ebenfalls erwähnt wird die Unterkonstruktion der Anlage aus Stahl-Lochprofilen.
Es verkehren auf der Anlage vorbildgerechte Personen- und Güterzüge. Güterzüge bis 6,00 m länge sind keine Seltenheit. Bis zu 50 Züge können auf der Anlage eingesetzt werden.
Im Jahr 2001 wurden erstmals die Tage der offenen Tür auf den sogenannten 5 Advent, dem Sonntag zwischen den Jahren, ausgedehnt. Das Angebot wurde sehr gut angenommen.
Aktuell: Ziel ist es eine Modelleisenbahn zu bauen, welche der Realität recht nahe kommt. Nach mehreren Modernisierungen sind wir auf den aktuellen Stand der Technik. Die Steuerung unserer Anlage ist auf Digital umgestellt. Diese Technik erlaub es uns, analoge und digitale Fahrzeug auf der Anlage gemischt zu fahren.. Vielen Dank für ihr Interesse!
